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In Fotografenkreisen gibt es Menschen, die bei Wind
und Wetter auf Berge kraxeln und durchs Wasser waten, nur um die
Schänheit der Natur abzulichten. Andere wiederum verkriechen
sich tagsüber und werden nachts aktiv, fangen dann mit ihrer
Linse das Licht und den Schatten der Nacht ein. Einer von ihnen
ist der Fotograf He Bingfu.
He hat 40 Jahre Erfahrung als professioneller Fotograf, 20 Jahre
davon hat er sich intensiv mit der Technik der Ablichtung schäner
Nachtlandschaften befasst und seine Erfahrungen damit zusammengefasst.
Er untergliedert Nachtaufnahmen in drei Kategorien: Erstens beleuchtete
Nachtszenen, bei denen die Landschaft oder Gebäude beschienen
werden. Dies ist die bekannteste Art, die auch am häufigsten
zu sehen ist. Zweitens gibt es in den Gebäuden oder Landschaften
selbst Licht, das allerdings durch Blitzlicht verstärkt werden
muss. Und drittens gibt es Landschaften und Gebäude, die
dunkel sind, die komplett durch das Blitzlicht herausgebracht
werden müssen. Und darauf versteht sich He Bingfu besonders,
hier liegt auch seine Leidenschaft. Er kann dabei die Beleuchtung
bestimmen und ganz nach seinem Verständnis und seinen Ideen
ein Konzept für seine Aufnahmen ersinnen. Das ist ein sehr
kreativer Prozess und er hat dabei bereits seinen unnachahmlichen
Stil gefunden.
Mit der heutigen rapiden Entwicklung der Computertechnologie muss
He Bingfu zugeben, dass der Einfluss der natürlichen und
gegebenen Bedingungen bei der Fotografie von Nachtszenen sehr
groä ist. Der hohe Zeitaufwand ist natürlich verglichen
mit der künstlichen Technik am Computer ein gewisser Nachteil,
allerdings ist wahre ästhetik durch nichts künstlich
zu ersetzen.
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