200502

Tourismus

 

Die Stadt Qingdao

 

Text: Du Xuan Fotos: Yao Gang


 

 

Für die Ruderwettbewerbe der 29. Olympischen Sommerspiele wird heute in Qingdao ein internationales Ruderzentrum mit einer Gesamtfläche von 45 ha gebaut.
Blick auf die Altstadt von Qingdao


Die katholische Kirche, im Jahre 1934 von Deutschen gebaut

 

Die Landungsbrücke in Qingdao. Sie wurde im Jahre 1891 gebaut.
Anlässlich des Internationalen Bierfestes in Qingdao



Qingdao ist eine schäne Küstenstadt am südlichen Rand der Shandong-Halbinsel am Gelben Meer. Sie weist einen süd- und nordchinesischen Baustil und auch einen europäischen Baustil auf. Die Landschaft zeichnet sich durch das Meer, die Berge und die Badestrände aus. Närdlich von Qingdao liegt der berühmte taoistische Berg (1132,7 m) Laoshan.


Früher hieä die Stadt Jiao'ao. Im Jahre 1891, während der Regierungszeit des Qing-Kaisers Guang Xu, diente Qingdao als eine Garnisonsstadt. Im November 1897 wurden zwei deutsche Missionare im Kreis Juye von ärtlichen Bauern getätet. Unter diesem Vorwand hat Deutschland mit Gewalt Qingdao besetzt. Im Jahre 1914 brach der Erste Weltkrieg aus. Im November desselben Jahres wurde Qingdao von Japan besetzt. Am 4. Mai 1919 brach in Beijing die Studentenbewegung aus, die als Zielsetzung hatte, Qingdao zurückzugewinnen. Im Jahre 1922 kehrte Qingdao wieder nach China zurück. Aber im Januar 1938 wurde Qingdao wieder von Japan besetzt und kam erst im September 1945 nach China zurück.


Nach der Gründung der Volksrepublik China im Jahre 1949 erlebte Qingdao einen groäen Aufschwung. Im Jahre 1986 wurde Qingdao zu einem Wirtschaftsverwaltungsgebiet auf Provinzebene und im Jahre 1994 zu einer nach auäen geäffneten Küstenstadt des Landes erklärt.


Heute ist Qingdao eine moderne internationale Groästadt. In der Altstadt im Westen des Stadtbezirkes sieht man heute noch viele alte Bauten im europäischen Baustil. Im Osten reihen sich moderne Bauten dicht nebeneinander.


Qingdao ist bekannt vor allem als eine Touristenstadt und ein Kurort. An der Küstenlinie gibt es vier Touristengebiete.


Zu den Touristenattraktionen der Stadt zählen u. a. die Kleine Grüne Insel, der Xiaoyu-Berg, der Luxun-Park, das Aquarium, das Meeresprodukte-Museum, das Marinemuseum, der Zhanshan-Tempel, die katholische und die evangelische Kirche, die ehemalige Residenz des Gouverneurs von Qingdao, die Landungsbrücke und das Villenviertel Badaguan sowie das Urlaubsgebiet Shilaoren. Die Badestrände in Qingdao sich durch feinen Sand, eine sanfte Neigung und klares, ruhiges Wasser gekennzeichnet. Im Sommer ist es ein Paradies für Schwimmer.


Die Einwohner von Qingdao sind typische Shandonger. Sie sind gastfreundlich und ehrlich, heiter und offenherzig. Die Mädchen sind besonders hübsch, lebhaft und schlicht. Viele Mädchen aus Qingdao arbeiten heute als Dienstpersonal im Gebäude des Nationalen Volkskongresses in Beijing.


Vielleicht von Deutschen beeinflusst, trinken die Qingdaoer auch gern Bier. Nach Feierabend sieht man oft viele junge Leute, die mit Bier gefüllten Plastiktüten in der Hand nach Hause gehen. Das Qingdao-Bier ist weltbekannt. Seit 1991 wird alljährlich im August hier das Internationale Bierfest gefeiert, das immer unzählige in- und ausländische Touristen anzieht.


Im Juli und Dezember 2008 werden hier die Ruderwettbewerbe der Olympischen Sommerspiele und der Paralympics stattfinden. Inzwischen beschäftigt man sich mit den Vorbereitungen.