200502

Wirtschaft

 

Die Stadt Shiyan steht im Dienst vom Wasserbauprojekt
--der Wasserumleitung von Südchina nach Nordchina

 

Text: Zhao Yue


 

Ländliche Landschaft in der Nähe des Stauseegebiets von Danjiangkou Foto von der Stadtregierung von Danjiangkou
Die Bauern im Danjiangkou-Stauseegebiet werden bald umsiedeln. Sie haben viel Hoffnung für ihre Zukunft. Foto von Photocome


Die im Danjiangkou-Stauseegebiet überwinternden Vägel Foto von Photocome
Der Staudamm des Stausees Danjiangkou Foto von der Stadtregierung von Danjiangkou

 

Im Frühling gibt es in Nordchina die Trockenzeit. Bild: Die Bauern in der Vorstadt von Beijing müssen mit Eimern von entfernten Orten Wasser holen. Fotos von Imaginechina
Die Einwohner im Stauseegebiet pflanzen Bäume. Foto von Imaginechina



Die Stadt Shiyan in der Provinz Hubei ist das Kerngebiet der Wasserquelle vom Bauprojekt der Wasserumleitung von Südchina nach Nordchina. China hat reiche Wasserressourcen, aber deren Verteilung ist unausgeglichen. Die Wasserressourcen im Gebiet südlich des Yangtse nehmen mehr als 80 Prozent der gesamten Wasserressourcen Chinas ein, aber die Wasserressourcen im Gebiet närdlich des Yangtse allein 14,7 Prozent. Mit dem Bevälkerungswachstum und der Wirtschaftsentwicklung verschärfen sich die Widersprüche der Wasserversorgung und -nachfrage im Gebiet närdlich des Yangtse von Tag zu Tag. Diese Widersprüche behindert die Wirtschaftsentwicklung von Nordchina, sogar von ganz China.. Um diese Widersprüche zu läsen, hat die Regierung von China schon früh in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts den Plan für die Wasserumleitung von Südchina nach Nordchina gemacht. Das Wasserbauprojekt wird aus drei Umleitungslinien - das Wasser des Einzugsgebiets des Yangtse in den Gelben Fluss, den Huaihe-Fluss und den Haihe-Fluss (die Ost-, Mittel- und Westlinie) bestehen. Das Mittellinien-Bauprojekt wird das Wasser des Mittellaufes des Yangtse (an der Grenze der Provinzen Sichuan und Hubei) über die Provinz Henan nach Nordchina färdern.

Der Aufbau des äkosystems ist der Schlüssel

Der Stausee Danjiangkou bei der Stadt Shiyan ist die Quelle des Umleitungswasser vom Mittellinien-Wasserbauprojekt. Er liegt im Nordwesten der Provinz Hubei, von dem Zusammenfluss des Hanjiang-Flusses und dessen Nebenflusses Danjiang etwa 800 Meter entfernt. Der Stausee wurde 1966 fertig gebaut und ist heute der grääte künstliche Stausee von Asien.


Raozupu ist ein kleines Dorf. Es liegt vom Stausee Danjiangkou nahezu 2 Kilometer entfernt. Der Umweltschutz rings um das Dorf ist für das ganze Mittelwasserbauprojekt sehr wichtig. Nach dem Wasserbauprojektsplan für die Mittellinie wird der Wasserstand des Stausees Danjiangkou von ursprünglich 157 Metern auf 170 Metern steigen. Deshalb wird das Dorf in Zukunft vom Danjiangkou-Stausee nur 600 Meter entfernt liegen.


Vor einigen Jahren war Raozupu noch ein weitherum bekanntes Dorf, weil die Dorfbewohner in diesem Dorf immer Bäume fällten. Das Dorf liegt im Berggebiet und die Dorfbewohner waren sehr arm. Ihr Alltagsleben war eng mit den Bäumen verbunden. Das Dorf hat etwa 300 Haushalte. Nach der Statistik der Abteilung der ärtlichen Regierung fällte ein Haushalt jährlich mindestens vier Mu (1 ha = 15 Mu) Bäume.


Der Dorfbewohner Yang Yuming, 51 Jahre, sagte: "Damals fällten wir jährlich viele Bäume. Ich sorgte mich darum, dass die Bäume auf den Bergen in 20 Jahren restlos gefällt sein werden."


In den letzten Jahren hat das Dorf sich ganz verändert. Das Biogas hat das Holz ersetzt. Im Vergleich zum Holz ist das Biogas nicht nur billiger und praktischer, sondern auch sauberer.


Liu Houfu, Leiter der Abteilung für Biologie und Energiequelle der Regierung von Danjiangkou, sagte uns: "Zur Zeit benutzen alle Därfer mit insgesamt 30ä000 Einwohnern in der Nähe des Stauseegebiets Biogas. Heute fällt kein Dorfbewohner Bäume."


Bis Ende 2003 gab es in der Stadt Shiyan 860ä000 Mu Ackerland mit angepflanzten Bäumen und 720ä000 Mu kahles Berggebiet mit angepflanzten Bäumen. Der Wald hat 45,6 Prozent des gesamten Bodens der Stadt Shiyan eingenommen.


Shiyan ist eine Industriestadt. Durch die Einführung neuer Umweltschutz-Technik und der Vergrääerung der Baumfläche ist die industrielle Verschmutzung deutlich verringert worden.

Läsung der Auswanderungsfrage

Shiyan zählt 3,45 Millionen Einwohner. Die erste Phase des Bauprojekts vom Wasserbau-Schlüsselprojekt Danjiangkou begann 1958 mit der Bauarbeit und wurde 1973 fertiggestellt. Das erste Phase des Wasserbauprojekts bedeckt 300ä000 Mu Ackerland, weswegen 287ä000 Einwohner auswandern mussten und viele Kulturgegenstände und historische Stätten für immer verschwanden.


Chaiwan von der Stadt Danjiangkou ist die erste Umsiedlungsstadt im Gebiet des Mittellinien-Wasserbauprojekts. Das Dorf hat mehr als 400 Haushalte mit mehr als 1800 Einwohnern und liegt vom Danjiangkou-Stausee nur 500 Meter entfernt. Nach dem Beginn der Bauarbeit sind etwa 800 Einwohner vom Dorf Chaiwan ausgewandert.


Die Einwohner im Stauseegebiet sind relativ arm. Die Regierung siedelt sie in relativ wohlhabende Gebiete um. Die Regierung schenkt dem Stauseegebiet hohe Aufmerksamkeit und legt Umsiedlungspolitik und -maänahmen fest, und setzt gleichzeitig viele Mittel ein, um die Umsiedlungsarbeit reibungslos durchzuführen.