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Ein alter Arzt der traditionellen chinesischen Medizin und
sein Patient
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Nadeltherapie
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Chrysanthemen finden bei
der traditionellen chinesischen Medizin weite Anwendung.
Bild: Chrysanthemen-Tee
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Als ein Bestandteil der chinesischen Kultur hat die chinesische
Medizin ihre eigenartigen Theorien, die mit der modernen wissenschaftlichen
Methode sehr schwer zu erklären ist.
Die traditionelle chinesische Medizin umfasst die Erfahrungen,
die im Verlauf der Jahrtausende im Kampf gegen Krankheiten gesammelt
wurden. Ihre theoretischen Ansichten schlieäen die materialistische
Dialektik und das systematische wissenschaftliche Denken ein.
Das Diagnostizieren in der traditionllen chinesischen Medizin
beruht zum Beispiel auf einer umfassenden Untersuchung der Krankheitssymptome,
des allgemeinen Zustandes, klimatischer, geografischer Gegebenheiten
und sozialer Verhältnisse der Patienten. Entsprechend diesem
Prinzip wird ein und derselben Krankheit unterschiedlich begegnet,
d. h. der Zeitpunkt ihrer Entstehung und die individuelle Kärperbeschaffenheit
der Patienten finden Berücksichtigung. Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit,
Schluckauf, Asthma u. a. kännen oft das selbe Symptom - Verstopfung
durch die Hyperfunktion des Magens - zeigen. Daher kann man gegen
alle diese Krankheiten sicherlich mit Abführmittel vorgehen.
Darüber hinaus widerspiegeln sich manche dialektische Gedanken
der traditionellen chinesischen Medizin -- Betrachtung des menschlichen
Kärpers als ein untrennbares, einheitliches Ganzes und aller
Dinge als in ewiger Bewegung befindlicher Elemente -- in der Lehre
von den Yin- und Yang-Faktoren, in der Theorie über die fünf
Elemente (nach alter Auffassung sind Metall, Holz, Wasser, Feuer
und Erde Grundbestandteile der materiellen Welt, aus deren Zusammenwirken
sich die traditionelle chinesische Medizin die physiologischen
und pathologischen Erscheinungen erklärt und vertreten die
fünf inneren Organe der Menschen, nämlich Lunge, Leber,
Nieren, Herz und Milz), in vier Diagnoseverfahren (betrachten,
beriechen, befragen und Puls fühlen) sowie in den acht Hauptmerkmalen
(von Symptomen bzw. Syndromen) - Yin und Yang, äuäeres
und Inneres, Hitze und Kälte, Hypofunktion und Hyperfunktion.
Der Theorie über die Yin- und Yang-Faktoren zufolge ist ein
Ausgleich zwischen diesen beiden Faktoren im menschlichen Kärper
die Voraussetzung für seine Gesundheit. Die Stärung
dieses Ausgleiches führt zur Krankheit.
Die Untersuchungmethoden der traditionellen chinesischen Medizin
unterscheiden sich von denen der westlichen Medizin. Sie beruhen
sich auf Betrachten, Beriechen, Befragen und Puls fühlen.
Diese Methoden haben ihre spezifische Wirkung. Sie sind miteinander
verknüpft, und kännen sich jedoch gegenseitig nicht
ersetzen. Bei der Untersuchung müssen sie organisch miteinander
verbunden sein. Erst auf diese Weise kann der Arzt Krankheiten
allseitig und systematisch erkennen und diagnostizieren.
Unter Betrachten versteht man das Festellen der Gesichtsfarbe,
der Kärperkonstruktion, der Beschaffenheit der Zunge, der
Sekrete, des Urins und des Stuhls. Zu den Verfahren gehären
auch die Beurteilung des psychologischen Zustands des Patienten,
seiner Bewegungen und seines Reaktionsvermägens. Zum Beriechen
gehärt die Wahrnehmung von Mundgeruch, des Geruches von Sekreten,
von Urin und Stuhl. Durch Befragen des Patienten oder auch seines
Begleiters kann sich der Arzt vom Verlauf der Krankheit, von den
Beschwerden sowie von den Lebensgewohnheiten des zu Behandelnden
ein Bild machen. Beim Pulsfühlen wenden die ärzte an
bestimmten Stellen des Handgelenks drei unterschiedliche Drücke
an, einen schwachen, einen mittelmääigen und einen starken.
Ein abnormaler Puls signalisiert eine Krankheit.
In den letzten Jahren erlebte die traditionelle chinesische Medizin
eine schnelle Entwicklung. Zum Beispiel haben chinesische ärzte
der traditionellen chinesischen Medizin bei der Bekämpfung
von SARS gute Erfolge erzielt, die bei der Weltgesundheitsorganisation
(WHO) hohe Anerkennung fanden.
Hier wollen wir unseren Lesern zwei Rezepte gegen innere Hitze
vorstellen:
1. Chrysanthemen, Blüten des Japanischen Schnurbaums, Grüntee,
jeweils 3 g, mit abgekochtem Wasser gegossen als Tee trinken
2. Reiswein, Rosenblüten, Früchte des Chinesischen Bockesdons,
Kristallzucker, getrocknete Datteln und Longane, jeweils ein biächen,
mit abgekochtem Wasser gegossen ebenfalls als Tee trinken
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