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Ein Akupunkturarzt und
seine Patientin
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Punkturschema
des Nadelstechens und der Moxibustion
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Die Akupunktur und Moxibustion sind zwei traditionelle Heilmethoden
Chinas. Die Nadel sticht man in bestimmte Punkte am Kärper
des Menschen. Mit Stich, Hieb und Aderlaä erzielt man den
Heileffekt. Die Moxibustion besteht aus der folgenden Methode:
aus getrocknetem Moxa (Artemisia argyi) macht man eine Art Rolle
oder Zylinder, die auf der Haut bestimmter Punkte der Patienten
verbrannt werden. Mit der Reizung durch die Wärme wird der
Heileffekt erreicht.
Das in der Zeit der Streitenden Reiche (475-221 v. Chr.) erfaäte
Buch "Huang Di Nei Jing" (Die Innere Medizin des Gelben
Kaisers) ist in China das älteste Werk über die chinesische
Medizin und Pharmakologie. Darin werden die Anordnung der Lebenskanäle
und Akupunkturpunkte, die Physiologie und Pathologie der inneren
Organe, der Blutkreislauf und die Methode des Nadelstechens erläutert.
Es bildet die theoretische Grundlage für die Entwicklung
der Akupunktur und Moxibustion. Während der Westlichen Jin-Dynastie
(265-316) gab Huangfu Mi, gestützt auf dem "Huang Di
Nei Jing" und anderen Arbeiten, das Buch "Regeln über
die Akupunktur und Moxibustion" heraus. Es beschreibt die
Theorie über die inneren Organe, über die Kanäle
und die Behandlung, im Detail 349 Punkte des menschlichen Kärpers
und deren Heilbestimmung, die Stichtiefe und die Anzahl der Punkte
für die Moxibustion. Dieses Buch ist das wichtigste im Bereich
der Akupunktur. In der Ming-Zeit (1368-1644) hat Yang Jizhou das
Buch "Zusammenfassung der Nadeltherapie" geschrieben.
In diesem Buch werden die Kanäle, Punkte, das Nadelstechen
und die Moxibustion in der klinischen Praxis ausführlich
dargestellt. Es beschreibt auch umfassend die Errungenschaften
der Nadeltherapie. Die Entwicklung der Lehre über die Nadeltherapie
ermäglicht es immer mehr Menschen, zu begreifen, dass die
Bekämpfung von Krankheiten mit dem Nadelstechen und der Moxibustion
eine wissenschaftliche Methode ist.
Der menschliche Kärper besteht aus inneren Organen, Gliedmaäen,
Sinnesorganen, Haut, Haaren, Zehen, Knochen usw. Die chinesische
Medizin geht davon aus, dass ihr Gleichwicht und ihre Vereinigung
zu einem einheitlichen Ganzen - den Lebenskanälen - bilden
und dass die inneren Organe und Gliedmaäen alle Organe des
menschlichen Kärpers und den Blutkreislauf miteinander verbinden.
Diese Kanäle kreuzen sich innen und auäen am ganzen
Kärper. Die bestimmten Punkte am Kärper des Menschen
(Xuewei) reagieren auf die Funktion der inneren Organe und der
Lebenskanäle (Jingluo). Xuewei, Jingluo und Zangfu (innere
Organe) sind eng miteinander verbunden. Eine beliebige Erkrankung
der inneren Organze findet über Jingluo ihre Erscheinung
in den "Punkten". Wenn man in diese Punkte sticht, verspürt
der Erkrankte ein Gliederreiäen, ein Taubwerden, Schwellungs-
und Hitzegefühl, was diese Empfindungen über Jingluo
an die erkrankten Stellen leitet und damit einen Heileffekt bewirkt.
Archäologische Funde beweisen, dass man in China bereits
in der Epoche des Neolithikums Steinnadeln und Moxa für die
Heilung anwandte. Anfänglich diente die Steinnadel als Instrument
für die Behandlung. In dem Maäe, wie sich die Wirtschaft
und Kultur entwickelten, ersetzte man sie zunächst durch
Knochen-, danach durch Bambus- und Keramiknadeln. In der Bronzezeit
benutzte man dann Metallnadeln.
Die Theorie der Nadeltherapie ist sehr komplex, aber die Anwendung
ist durchaus erlernbar. Es stellt kein unüberwindbares Problem
dar, die wichtigsten Punkte des Nadelstechens zur Prophylaxe und
Beseitigung von Beschwerden zu erlernen. Wir machen Sie nachstehend
mit den am häufigsten angewandten Punkten vertraut. Wenn
Ihnen keine Nadeln zur Verfügung stehen, kännen Sie
es mit Fingerdruck versuchen.
1. Der Punkt "Zusanli" befindet sich etwa zehn Zentimeter
unter dem Knie an der Seite des Schienbeins. Er ist geeignet für
die Stärkung des Organismus, für die Bekämpfung
von Verdauungsstärungen wie Aufstoäen, übelkeit
und Durchfall, von Blähungen, Leibesschmerzen, Magenverstimmungen,
Beinbeschwerden, Lähmung und Hypertonie (gesteigerter Blutdruck).
2. Der Punkt ,,Shixuan" liegt an der Fingerspitze und dient
zur Bekämpfung von Fieber.
3. Der Punkt "Hegu" ist wirksam bei Zahn- und Kopfschmerzen,
Beschwerden und Schwellungen des Halses, bei Lähmung des
Gesichtsnerves, bei fiebriger Erkältung sowie Kontraindikation
bei Schwangerschaft. Er liegt am Handgelenk zwischen Daumen und
Zeigefinger.
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