200504
Serie: Xinjiang kennenlernen (Teil 4)

 

Bazar

 

Text: Meng Yonghong Fotos: Wang Lei und Wang Minbin


 

 

Unterwegs zum Markt
Frauen beim Einkaufen


Ein Kleidungshändler
Hier findet man eine groäe Auswahl an Xinjiang-Messern vor

 

Geschwister als Händlerinnen für uigurische Käppis

Blick auf den Internationalen Groäen Markt in Urumqi


Bazar bedeutet in der uigurischen Sprache Markt. In der Han-Zeit (206 v. Chr.-220 n. Chr.) lief die Seidenstraäe durch Xinjiang. Daher hat der Handel bei den ärtlichen Einwohnern, besonders bei Uiguren, in diesem Gebiet eine lange Tradition. Heute gibt es in fast jeder Gemeinde einen Markt.


Wenn Sie nach Xinjiang reisen, müssen Sie unbedingt Märkte besuchen. Hier kännen Sie gut die Sitten und Gebräuche der Einheimischen kennenlernen. Zu den bekannten Märkten Xinjiangs zählen der Internationale Groäe Markt in Urumqi, der Internationale Markt in Kashi und der Haustiermarkt in Ili.


Der Warenaustausch ist die wichtigste Funktion des Marktes. Seit der Entstehung des ersten Marktes in Xinjiang spielen die Bauern und Hirten eine wichtige Rolle. Anfangs brachten sie ihre landwirtschaftlichen und tierischen Produkte auf den Markt und tauschten sie direkt gegen andere Waren aus. Allmählich enstanden auf den Märkten Händler. Normalerweise fanden die Märkte an einem bestimmten Tag und an einem bestimmten Ort statt.


Heute werden die Märkte in den Därfern jede Woche einmal, meistens am Freitag oder Sonntag abgehalten. Am Markttag kommen die Bauern und Hirten. Hier verkaufen sie ihre landwirtschaftlichen und tierischen Produkten wie Getreide, Obst, Eier, Geflügel und Haustiere sowie kunsthandwerkliche Produkte und kaufen dann die Produkte für den alltäglichen Gebrauch.


Mit der Entwicklung der Wirtschaft erhielt der Markt neue Impulse. Heute ziehen die Märkte Xinjiangs nicht nur viele Händler aus anderen Provinzen und Gebieten Chinas und sogar aus manchen Nachbarstaaten Chinas wie Russland, Kasachstan, Kirgistan, Tadschistan und Tajikistan, sondern auch zahreiche in- und ausländische Touristen an.