200505

 

Serien: Xinjiang kennen lernen (Teil 5)

Frauen in Xinjiang

 

 

Text und Fotos: Wang Lei und Wang Juan


 

 

Eine Uigurin (Mitte) als Delegierte während der 3. Tagung des 10. Nationalen Volkskongresses in Beijing
Eine kasachische Frau
Bei der Reisernte


Tänzerinnen
Ein uigurisches Mädchen

 

Uigurische Mädchen bei einem Basketballbundesliga-Wettbewerb
Rena auf dem Laufsteg
Uigurische Mädchen in Nationaltracht


Der Frühling zieht wieder ins Land Xinjiangs. Die Frühlingslandschaft in diesem westlichen Gebiet Chinas ist faszinierend, aber noch faszinierender sind die ärtlichen Frauen.


Im Altertum waren die Frauen Xinjiangs wegen ihrer Schänheit und Weisheit bekannt. Zu ihren typischen Repräsentanten gehärten Amannisa und Xiang Fei. Amannisa aus dem 16. Jahrhundert war Känigin des Yarkant-Känigreiches. Sie war auch eine hervorragende Musikerin und Tänzerin. Der historischen überlieferung zufolge wurde das bekannte uigurische historische Musik- und Tanzdrama "Zwälf Mukam" von ihr zusammengefaät. Dieses Werk umfasst 340 Melodien im klassischen Stil und ist heute bei Uiguren noch immer sehr beliebt. Xiang Fei war eine Tochter der uigurischen Familie in Kashi und wurde zur Lieblingskonkubine des Kaisers Qian Long (1711-1799) der Qing-Dynastie. Ihr Grab im nordästlichen Vorort der heutigen Stadt Kashi zieht heute unzählige in- und ausländische Touristen an.


In Xinjiang leben neben Han und Uiguren noch viele andere nationale Minderheiten wie Kasachen, Kirgisen, Usbeken, Tadschiken, Mongolen, Hui, Xibo, Russen, Mandschuren, Dahuren und Tataren. Die Frauen dieser Nationalitäten sind fleiäig und kännen gut singen und tanzen. Heutzutage führen sie ein glückliches Leben.
Während unseres Aufenthalts in Xinjiang besuchten wir Aziguli Rouzi, Vizeleiterin des Frauenverbandes des Bezirkes Kashi. Sie ist eine Uigurin und hat schon 22 Jahre als Kaderfrau gearbeitet. "Ich bin sehr stolz darauf, eine Kaderfrau geworden zu sein", sagte sie uns. "Der Staat legt groäen Wert auf die Ausbildung der Kader der nationalen Minderheiten. Das gibt uns die Chance, Karriere zu machen." Sie erzählte uns, dass die Uigurinnen früher im Alter von 13 bis 14 Jahren heiraten mussten. Die Eheschlieäung wurde meistens von den Eltern bestimmt. Im Familienleben hatten die Männer alle Rechte, die Frauen keine. Heute ist diese Situation ganz anders. Besonders erwähnenswert ist, dass heute viele Mädchen die Gelegenheit haben, Hochschulen zu besuchen.


In einem Dorf der Gemeinde Daheyanzi des Kreises Jinghe besuchten wir die Familie von Bielihan, einer kasachischen Bäuerin. Sie ist eine hervorragende Stickerin. Schon in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts hat sie mit der Entwicklung des Tourismus ihre Stickwaren als Reisesouvernirs auf den Markt gelegt. Neben der Stickerei beschäftigt sie sich auch mit dem Baumwollanbau und der Viehzucht. Damals war ihre Familie die erste mit einem Jahreseinkommen von 60`000 Yuan RMB des Dorfes.


Rena, ein uigurisches Mädchen, lebt seit vier Jahren in Beijing. Heute arbeitet sie als eine berühmte Mannequin. Im Jahre 2001 belegte sie beim CCTV-Modellwettbewerb den zweiten Platz.