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Gräber in Xiaohe
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Ein mit
Rindsleder bedeckter Sarg
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Ein mit Ton bedeckter Sarg
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Eine weibliche Leiche
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Idelisi Abuduresule bei
der Arbeit
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Hohe Holzsäulen
rings um die Gräber
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Xiaohe war ein kleiner namloser Fluss am Unterlauf der Flüsse
Tarim und Kongque des Uigurischen Autonomen Gebiets Xinjiang,
der von dem schwedischen Archäologen Folke Bergman während seiner
Expeditionsreise durch dieses Gebiet im Jahre 1934 benannt wurde.
Damals entdeckte er hier, also 4 km von dem westlichen Ufer dieses
Flusses entfernt, viele alte Gräber, die von ihm als Xiaohe-Gräber
Nummer 5 bezeichnet wurden. Darüber hinaus entdeckte er hier
viele Mumien, die von ihm als die "am besten erhaltenen Mumien
der Welt" bezeichnet wurden. Im Jahre 1939 hat er in seinem
Fachwerk "Archäologische Untersuchungen in Xinjiang"
ausführlich über diese Expeditionsreise berichtet. Obwohl
diese archäologischen Funde auf der Welt bei Fachleuten groäe
Aufmerksamkeit auf sich zogen, gab es hier in den folgenden 60
Jahren keine weiteren Foschungungsarbeiten. Erst am 11. Dezember
2001 wurden diese alten Gräber von Wang Binghua, einem Mitglied
des Archäologischen Instituts von Xinjiang, wieder entdeckt. Damit
war Wang Binghua der erste Chinese, der diese alten Gräber entdeckt
hat. Im Jahre 2002 wurde mit der Genehmigung des Staatsamtes für
den Denkmalschutz eine Forschungsgruppe mit Idelisi Abuduresule,
dem Vorsitzenden des Archäologischen Institus in Xinjiang an der
Spitze, entsandt, die im Dezember desselben Jahres mit den Versuchsfreilegungsarbeiten
begann. Diese Freilegungsarbeiten dauerten gut drei Monate. Die
offizellen Freilegungsarbeiten begannen erst im Oktober 2003 und
wurden im März dieses Jahres beendet.
In Xiaohe wurden insgesamt 330 alte Gräber entdeckt und 163 davon
wurden freigelegt. Sie liegen in der Lop-Wüste am Unterlauf
der Flüsse Tarim und Kongque, 175 km ästlich von der Stadtruine
Loulan und 36 km südwestlich von der Gemeinde Alagan entdeckt.
Sie gehären zu den ältesten Gräbern der Welt..
Die vorläufigen Foschungen beweisen, dass diese Gräber eine Geschichte
von 3000 Jahren haben. Sie gehärten zu den Grabstätten des Känighauses
von Loulan und sind also für das Studium des alten Känigreiches
Loulan und dessen Kultur von groäer Bedeutung.
Diese 167 Gräber nehmen eine Fläche von 2500 Quadratkilometern
ein und wurden in der Mitte von einer Zaunmauer in zwei Teile
geteilt. Im westlichen Teil gibt es insgesamt 33 Gräber, von denen
25 für Erwachsene und 8 für Kinder bestimmt waren. Fast
vor jedem Grab in Form eines 7,75 Meter hohen Sandhügels
stand eine Holzsäule. Die Archäologen fanden im ganzen Gebiet
Xiaohe insgesamt 140 solcher Holzsäulen. In diesen 33 Gräbern
wurden 15 gut erhaltene Mumien und etwa 1000 Grabbeigaben wie
Holschnitzereien als Symbole des männlichen und weiblichen Geschlechtsorgans,
menschliche Holzfiguren, hälzerne Bägen und Pfeile sowie Rinderkäpfe
entdeckt. Darüber hinaus entdeckte man Schmuckwaren aus Bronze.
Die Särge, die in Xiaohe entdeckt wurden, wurden in der Form von
Schiffen erbaut. Sie wurden meistens mit Rindsleder bedeckt. In
jedem Sarg entdeckte man neben der Leiche einen aus Gras geflochtenen
Korb, in dem verschiedene Arten von Getreide wie Weizen und Hirse
vorgefunden wurden. Alle Leichen wurden jeweils in einen 1,6 Meter
langen und 1,2 Meter breiten Umhang eingewickelt, der mit der
weiäen und braunen Strickwollen bestickt wurde. Darüber hinaus
fand man vier Särge, die mit Ton bedeckt wurden. Sie waren für
Frauen bestimmt. Rings um jeden Sarg standen 6 bis 8 riesige Holzsäulen.
In jedem Sarg gab es neben dem oben genannten Korb auch andere
Grabbeigaben aus Holz, darunter einen Muzu (männliches Geschlechtsorgan
aus Holz). In einem 55 cm langen schiffsfärmigen Sarg entdeckte
man eine Mumie von einem neugeborenen Kind.
Vor kurzem besuchten wir Idelisi Abuduresule. Von ihm erfuhren
wir, dass er heute zusammen mit seinen Kollegen weiter die Forschungsarbeiten
durchführt. "Wir werden bald einen offiziellen Bericht
über diese Freilegungsarbeiten veräffentlichen", sagte
er uns.
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