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Blick auf die alte Stadt
Longli
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Die alte Stadt Longli liegt am Ufer des Longxi-Flusses im Süden
des Kreises Jinping der Provinz Guiizhou, 21 km von dem Flughafen
Liping entfernt. Sie wurde im 19. Regierungsjahr (1368) des Ming-Kaisers
Hongwu (Zhu Yuanzhang) als eine Garnisonsstadt errichtet und hat
also eine Geschichte von mehr als 600 Jahren. Damals waren hier
gut 1`000 Soldaten stationiert. Daher wurde sie als Qianhusuo
(Garnison mit 1`000 Soldaten) bezeichnet.
Heute nimmt Longli eine Fläche von etwa 5000 Quadratkilometern
ein und hat eine Bevälkerung von 3280 Menschen. Der historischen
überlieferung zufolge diente Longli im Jahre 624 während
der Tang-Zeit als Regierungssitz des Kreises Longbiao. Der berühmte
Dichter Wang Changling (698-756) verbrachte hier seinen Lebensabend.
Seit alters her ist Longli ein wichtiger Lieferant von Wasserreis,
Raps, Wassermelonen, Kieferholz und Gold der Provinz Guizhou.
Diese alte Stadt wurde früher von einer 1500 Meter langen
Mauer umgegeben. Heute sind nur ihre vier Stadttore und ein Stadtgraben
erhalten. Auf jedem dieser 4 Meter hohen Stadttore gibt es einen
Wachtturm, wo eine riesige Trommel hängt, die man am Abend schlug,
um die Uhrzeit anzugeben. Neben einer Rundstraäe gibt es im Stadtgebiet
nur drei Straäen und sechs Gassen. An den beiden Seiten dieser
Straäen reihen sich Wohnhäuser, Läden und Teehäuser dicht aneinader,
die meistens davon stammen aus der Mitte der Qing-Dynastie (1644-1911).
Zu jener Zeit lebten im Stadtgebiet 3`700 Menschen und im Vorort
7`300 Menschen, die zu 72 Sippen gehärten.
Die meisten alten Wohnhäuser in Longli sind heute noch gut erhalten.
Fast jede Familie hat einen Wohnhof, der von einer viereckigen
Ziegelmauer eingeschlossen ist. Tritt man durch seinen Eingang
hinein, sieht man ein zweistäckiges Gebäude mit einem schwarzen
Ziegeldach und bemalten Wänden. Hinter diesem Gebäude gibt es
einen kleinen Hof, der mit Steinplatten bedeckt ist. In diesem
Hof steht eine riesige steinere, zum Feuerschutz dienende Wassertonne
mit Drachenmustern als Dekoration. An der närdlichen Seite des
Hofes steht ein ebenerdiges Wohhaus in Holzkonstruktion. Die Fenstergitter
sind mit geschnitzten tierischen Mustern verziert.
Die Landschaft in Longli ist wunderschän: rings um Longli ragen
hohe Berge mit üppiger Vegetation empor. Die Fläche der Wälder
erreicht gut zehntausend Mu (15 Mu = 1 ha).
Heute sieht man in Longli noch viele andere alte Bauten, darunter
einen Tempel, eine Lehranstalt mit dem Namen Longbiao, viele Steinbrücken,
Brunnen und Gräber.
Die meisten Stadtbewohner Longlis sind Nachkommen der Soldaten
aus Anhui und Jiangxi, die in der Ming-Zeit (1368-1644) hier stationiert
waren. Zu jener Zeit beschäftigten sich diese Soldaten auch mit
Ackerbau. Sie machten Brandland urbar und bauten darauf Baumwolle,
Wasserreis und Hanf an. Darüber hinaus errichteten sie hier
auch Spinnereien, Webereien und Färbereien. Damit wurde die Entwicklung
der ärtlichen Wirtschaft beträchtlich gefärdert..
Heute gehen die Stadtbewohner noch immer ihren alten Sitten und
Bräuchen nach. Feste wie das Frühlingsfest und das Mittherbstfest
feiern sie immer mit verschiedenen Kulturveranstaltungen.
Zum Schutz dieser alten Stadt wurde Longli im Jahre 1999 ins Bauprojekt
im Rahmen der Kulturzusammenarbeit zwischen China und Norwegen
aufgenommen. Heute gehärt Longli zu den vier äkologiemuseen und
den 20 Folklore-Kulturdärfern der Provinz Guizhou.
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