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Die Internationale Laternenausstelung in Zigong 2008 |
Zigong liegt im Süden der Provinz Sichuan. In China ist diese historische Kulturstadt als eine „Laternenstadt“, als Heimat der Dinosaurier und als Zentrum der Salzgewinnung bekannt.
Beim traditionalen Laternenfest, das auf den 15. Tag des 1. Monats nach dem chinesischen Bauernkalender fällt, pflegt man in China, wie schon der Name sagt, Laternen zu bewundern. Das Laternenfest in der Stadt Zigong geht auf die Tang-Dynastie (7. – 10. Jht) zurück. In der folgenden Song-Dynastie (960-1279) gab es hier spezielle Laternenmärkte. Während der Zeit der Dynastien Ming und Qing (1369—1911) wurden in Zigong anläßlich des Laternenfestes verschiedeen Laternen aus Papier, Glas und Seide ausgestellt. Diese fein ausgeführten Laternen haben historische Begebenheiten und Volksagen zum Thema. Dabei verbindet sich dieses Kunstgewerbe mit der traditionellen Malerei. Seit dem Jahre 1978 findet in Zigong alljährlich zwischen Februar und März die internationale Laternenausstellung statt, die immer zahlreiche in- und ausländische Touristen und Händler anzieht.
In den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden in Dashanpu, 11 km nordöstlich vom Stadtzentrum Zigongs, auf einer Fläche von 17 000 Quadratmetern zahlreiche Fossilien von Dinosaueriern gefunden, darunter mehr als 30 vollständige Knochengerüste. Kaum irgendwo in der Welt sind so viele und seltene Fossilien wie hier freigelegt worden. Diese Funde sind für das Studium der Evolution dieser Tiere von großer Bedeutung. Die Fundstätte der Fossilen wurde im Jahre 1987 zu einem Museum umgestaltet. Jährlich zieht es 200 000 Besucher an. Im Jahre 1991 wurde dieses Dinosaueriermuseum in die Liste des Weltgeologieerbes aufgenommen.
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Laternen mit dem Thema „Olympische Spiele 2008“ |
Die Salzgewinnung hat in Zigong eine Geschichte von mehr als tausend Jahren. Historischer Überlieferung zufolge begann die örtliche Bevölkerung schon in der Regierungsperiode des Kaisers Zhang Di der Östlichen Han-Dynasite (76—88) mit der Salzgewinnung. Die Salzförderung war bereits in der Tang- und der Song-Dynastie (7. bis 13. Jahrhundet) hoch entwickelt und erlebte in der Qing-Dynastie (1644—1911) ihre Blütezeit. Im Laufe der Jahrhunderte wurden hier insgesamt 13 000 Salzbrunnen gegraben. Ab der Mitte des 11. Jahrhunderts konnte man sehr tiefe Brunnen mit kleiner Öffnung anlegen. Beim Abpumpen der Sole setzte man Rinder ein. In der Blütezeit der Salzgewinnung wurden einst in Zigong an die 30 000 Rinder zu diesem Zweck gehalten.
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Blick ins Dinosauriermuseum |
Im 19. Jahrhundert wurde die Technik der Salzgewinnung unaufhörlich verbessert. Im Jahre 1835 legte man in Zigong den ersten über 1000 m tiefen Salzbrunnen der Welt an. Mitte des 19. Jahrunderts verwendete man nach der Erschließung eines Erdgasfeldes erstmals auf der Welt beim Salzsieden Erdgas statt Kohle. Heute sind die Salzraffinerien in Zigong mit modernen Anlagen ausgestattet. Alle Produktionsvorgänge wie Erwärmen, Druckverminderung und Eindampfen werden automatisch gesteuert. Während früher in Zigong nur Speisesalz raffiniert wurde, werden heute 18 Salzarten produziert. Manche davon sind für industrielle Zwecke bestimmt.
In Zigong isst man gern Rindfleisch. Der Grund dafür besteht darin, dass dieser Tiere beim Abpumpen als die wichtigste Arbeitskraft dienten. Daher war ihre Lebensdauer sehr kurz. Alte Rinder mussten geschlachtet werden. So entstand das Gericht „Gekochtes Rindfleisch nach Zigonger Art“, das heute im ganzen Land sehr beliebt ist.