Chinesische Holzpuppen haben eine lange Geschichte. In alten chinesischen Büchern werden Puppen oft erwähnt. Archäologische Ausgrabungen sagen uns, dass Holzpuppen bereits vor 2000 Jahren in der Han-Dynastie (206 v. Chr. – 220 n. Chr.) in Gebrauch waren.
Mit der Entwicklung der Geschichte hat sich chinesische Puppenkunst allmählich bereichert und vervollständigt. Heute gibt es landesweit verbreitete Puppenspiele. Die am weitesten verbreiteten Puppenarten sind: Marionetten (Tixian-Puppe), Stabkopfpuppen (Zhangtou-Puppe) und Handtellerpuppen (Zhangzhong-Puppe).
Der Körper einer Marionette ist ca. 30 Zentimeter groß. Alle Gelenke der Marionette können sich bewegen, weil alle Gelenke mit Fäden verbunden werden. Eine Marionette hat normalerweise mehr als 10 Fäden, höchstens über 30 Fäden. Jedes Fadenende wird jeweils an einer speziell hergestellten Holzlatte befestigt. Der Schauspieler lenkt mit den Fingern die Fäden und kann die Marionette verschiedene Bewegungen ausführen lassen.
Der Körper einer Stabkopfpuppe ist ca. 90 Zentimeter groß. Die Figur hat nur einen Oberkörper, keine Beine und Füße. Jede Puppe wird mit drei Holzstäben gelenkt. Ein Holzstab lenkt Kopf und Körper der Puppe, die anderen zwei Holzstäbe lenken die Hände der Puppe. Normalerweise lenkt ein Schauspieler eine Puppe. Zwei bis drei Schauspieler lenken manchmal gemeinsam eine Puppe.
Die Handtellerpuppe ist sehr klein und wird deshalb auch als ,,Fingerpuppe“ oder ,,Stoffsackpuppe“ bezeichnet. Die Handtellerpuppe hat einen Kopf und einen Sack als Körper und ist ca. 30 Zentimeter groß. Der Schauspieler führt eine Hand in den Stoffsack und lenkt mit den Fingern die Puppe.Früher hatten die Puppen keinen Gesichtsausdruck. Heute verfügen auch diese Puppen über Augen, Ohren, Mund, Nase und Zunge, sowie über Kopfhaar.